Gewürzkrise
Liebe Leser:in
Alles dreht sich derzeit um Oehl und die berechtigte Angst, dass uns bald der Rohstoff ausgehen könnte, welcher uns alle ausmacht. Man will und kann sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn wir die Kontrolle darüber vollends verlieren würden.
Aufgrund der angespannten internationalen Wirtschaftslage wurde bisher übersehen, dass auf der dunklen Seite des Mondes - genauer in Thayngen - die USA wieder einmal drauf und dran sind einen Deal zu schustern, welcher weitreichende Folgen für das Selbstverständnis der Schweiz mit sich bringen würde. Es geht um nichts weniger als einen unserer Nationalhelden, dem die Entführung ins Ausland droht, und zwar mitsamt der Produktion unseres wichtigsten «Treibstoffs»: des sagenumwobenen «gelben Goldes»!
Dagegen will der Basler Unternehmer Michael Oehl vorgehen. Mit einer Petition möchte er verhindern, dass der wichtigste Rohstoff der Schweiz nicht mehr von Thayngen (SH) aus kontrolliert wird, sondern dass Knorrli in naher Zukunft irgendwo in Britannien oder - man will es sich nicht vorstellen - in MAGA-Amerika Aromatdösli abfüllen müsste.
Sollte der Deal zwischen Knorrlis bisherigem Chef Unilever und McCormick (USA) zustande kommen und sie ihre Lebensmittelsparten fusionieren, dann würden wir die Kontrolle über den Handel mit Aromat zu 100% verlieren. Im allerschlimmsten Fall wären wir den Dekreten und Sekreten eines fremden Präsidenten ausgesetzt, der aus einer reinen Tageslaune heraus entscheiden könnte, dass Aromat nicht mehr gelb, sondern plötzlich orange auszusehen hätte.
Hoffen wir mal, dass wir heuer nicht unsere letzten Ostereier mit unabhängigem Aromat von glücklichen Schweizer Freilandgewürzen genossen haben.
Deine Paula Petarde
Alles dreht sich derzeit um Oehl und die berechtigte Angst, dass uns bald der Rohstoff ausgehen könnte, welcher uns alle ausmacht. Man will und kann sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn wir die Kontrolle darüber vollends verlieren würden ...


